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Die Zeitung weckt wieder Neugier


Wird die Zeitung aussterben?!

Rosa Zukunft?!

Nein,aber farbig.-wie ein Kollege von mir immer sagte.

Alle starren sie auf das Internet. Auf Blogs, auf Communities,auf Foren,auf reine Webzeitungen,bei denen sich interessierte Leser einfach und schnell austauschen können.Im Internet erhalt man seine Informationen einfach schneller und dazu noch so gut wie kostenlos. Leser können sich aus einer unglaublichen Vielzahl von (tagesaktuellen) Quellen ihre Informationen holen und auch interessante Themen sofort vertiefen.

Und das Argument, dass man seine Print-Zeitung überall mit hinnehmen kann, zahlt auch schon lange nicht mehr. Da mobile Internet findet immer mehr Nutzer.

Und trotzdem ich personlich glaube nicht, dass die klassischen Print-Zeitungen ganzlich aus der Medienwelt verschwinden werden. Papier hat die Menschen schon immer fasziniert. Nun mal ehrlich, eine gedruckte Zeitung fülhlt sich schon gut an...

Und noch mehr ,unsere Zeitung wird eine Nabelschnur zur Heimat.

Eine Integrationszeitung, die als Bindeglied zwischen ursprunglicher und neuer Heimat fungiert. Egal ob frisch eingewandert oder hier geboren wir sind Landsleute.

Mit bulgarische kulturelle Würzel. Geschrieben in der Muttersprache, aber mit Inhalten aus Europa und Österreich: vom politischen und wirtschaftlichen Geschehen hierzulande bis hin zu Serviceelementen. Natürlich haben auch News aus der alten Heimat ihren Platz. Doch die werden meist uber die Heimatsender via Digitalsatellit empfangen.

Wir verstehen uns nicht ganz als Migrantenzeitung, sondern als eine österreichische Zeitung in bulgarischer Sprache, deren Leser sich erst einmal für dieselben Fragen interessieren wie alle anderen in Österreich auch. Aber natürlich gibt es Unterschiede. Zum einen ist die Berichterstattung über Bulgarien umfangreicher und etwas anders gelagert, und das muss auch so sein. Die rein negative Berichterstattung mit dem Tenor Kriminalitat, Korruption, Mafia und Chaos wird wesentlich zurück gegangen. Zwar ist es nun einmal so, dass ein guter Mensch, der gute Arbeit macht, kein spannendes Medienthema abgibt.

Aber auf jeden Fall wir werden viel mehr darüber berichten , wie unsere Landsleute in Österreich leben. Und wenn jemand in 50 oder 100 Jahren unsere Zeitung nimmt, um etwas darüber zu erfahren, wie die Bulgaren im Jahr 2008 in Österreich lebten, wird er auf eine Fülle an Material stossen.

Darin sehe ich als Grunderin der Zeitung „ ВИЕНА ДНЕС Българският вестник “ („WIEN HEUTE Die bulgarische Zeitung“) meine Aufgabe und Bestimmung.

Die Zeitung erscheint einmal im Monat mit einer Auflage von 1500 Exemplaren. Der Vertrieb der „ВИЕНА ДНЕС“ ins europäische Ausland ist immer wieder eine Herausforderung für uns, die wir mit Bravour meistern. Deswegen wollen wir die Grenzen noch mehr ausweiten.

Wir wünschen Ihnen viel Lesespass!

Saschka ZHURKOV-Chefredakteur