Bulgarisch

NACHRICHTEN

04.11.

„Jazz meets Ethno“ in Düsseldorf

Ethno-Jazzkonzert & Jam Session, 21. November, 21:00 Uhr im Stahlwerk


Jazzfreunde sollten sich den 21. November dick in ihren Kalender eintragen, denn an diesem Freitagabend gibt der bulgarische virtuose Kavalspieler Theodossi Spassov ein Konzert, das man so schnell nicht vergessen wird. Im Anschluss wird das Podium dann für alle enthusiastische Jazzfreunde geöffnet. Es wird zum idealen Ort für eine Begegnung mit den verschobenen Rhythmen und vertrackten Melodieläufen dieser vielseitigen Musik.

Begleitet wird Spassov von zwei der bedeutendsten Musiker der bulgarischen Jazzszene -Roumen Toskov, Klavier/Keyboard und Hristo Yotzov am Schlagzeug/Percussion.

Die Musik der bulgarischen Starspieler ist nicht nur durch eine herausragende Intensität und Komplexität geprägt, die drei Virtuosen haben darüber hinaus einen eigenen und unverkennbaren Sound entwickelt. Die Improvisationen des Trios zeichnen sich durch etwas aus, das sich jeder Beschreibung entzieht, und gerade dieses schwer Greifbare macht den großen Reiz ihrer Musik aus. Die drei freestylen in jeder Hinsicht und dabei sind sie so perfekt, dass die angesehene Chicago Tribune das Trio mit den ganz Großen verglichen hat: „Like a jam session between Ian Anderson and Thelonious Monk”.

Theodosii Spassov mischt Jazz und Ethno und entlockt dem Kaval Klänge, wie es niemandem sonst gelingt. Die bulgarische Hirtenflöte aus Holz gehört zu den ältesten Instrumenten Europas. Ihr Klang ähnelt zunächst dem der Panflöte, wirkt aber rauer, dunkel-intensiver und dämonischer. Wobei der Kaval in der bulgarischen Folklore meistens diatonisch gespielt wird, hat der Komponist und virtuose Kavalspieler Spassov das Instrument systematisch chromatisiert, so dass es auch für weitere musikalische Richtungen, wie zum Beispiel Jazz und klassische Musik, dialogfähig wird. Darüber hinaus verwandelt Spassov durch spezielle Ansatz- und Grifftechniken die Klangfarbe des Kavals, um er manchmal ein klarinettenhaftes oder saxophonartiges Timbre anzunehmen. Weiter intensiviert der Virtuose das Spiel, indem er gleichzeitig in dem Kaval hineinsingt. Während das Singen durch das Instrument nur selten in der bulgarischen Volksmusik vorkommt, hat Spassov diese Technik so sehr ausgebaut, dass sie einen selbstständigen Teil seiner Musik ausmacht. Durch diese und andere Innovationen hat Theodosii Spassov aus der ursprunglich sanften Hirtenflöte ein kraftvolles und im Jazzsinne dialogfähiges Soloinstrument gemacht.

Fr., 21 Nov 2008, 20:00 Uhr
STAHLWERK CLUB!
Ronsdorferstr.134, 40233 Düsseldorf
Eintritt: 17€, VVK:12 € (zzgl. Gebühr)
Tickets unter: www.eventim.de / www.regioticket.de
Hotline: 0211 373070


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