NACHRICHTEN
20.01.
BARACK HUSSEIN OBAMA – PORTRAIT DES US-PRÄSIDENTEN
Barack „Barry“ Obama (47 / geb. 04.08.1961 in Honolulu), dessen Vorfahren in dritter Generation aus Kenia (Ostafrika) stammen, wurde als Sohn von Ann Dunham, seiner weissen Mutter niederländischer Abstammung und einem Kenianer geboren.
Obama sen. (verst. 1982) gehörte dem einflussreichen Stamm der Luo in Nordkenia an (Kogelo / Region Victoria-See). Ann Dunham hingegen hatte über mehrere Generationen hinweg deutsche Wurzeln (Auswanderung von Christian Gutknecht 1749 aus der Pfalz-Zweibrücken in die Germantown bei Philadelphia).
Sein Vater besuchte zunächst die britische Schule und erhielt ein Stipendium zum Besuch der Universität in Nairobi. Ein weiteres Stipendium ermöglichte Obama sen. 1959 die Ausreise und ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hawaii (USA). Nach der Heirat mit einer weissen Amerikanerin aus Kansas (Ann Dunham) folgte ein Promotionsstipendium für Harvard.
Die Familie mit dem kleinen „Barry“ musste aus finanziellen Gründen zurück gelassen werden (Trennung und Rückkehr nach Kenia). Die Ehe wurde geschieden und „Barry“ sah seinen Vater mit 10 Jahren zum letzten Mal.
In seiner Kindheit wuchs „Barry“ zeitweise (wegen des zweiten Ehemanns seiner Mutter) in Indonesien auf, wo ihn islamische Erziehungseinflüsse begleiteten.
Obama kennzeichnete in seiner Jugend ein turbulenter, in Phasen auch unsteter Lebensweg als Sohn eines schwarzen Gaststudenten aus Kenia und einer weissen Frau aus Kansas, wie ihn viele seiner Zeit erlebten.
Später lebte er bei seinen Grosseltern auf Hawaii und hatte laut seiner Autobiografie (millionenfach verkauft) mit Selbstfindungsproblemen sowie Drogen-, Alkoholkonsum und Sexeskapaden zu kämpfen. Barack Obamas Jugend war gekennzeichnet von der Diskriminierung Schwarzer in den USA, die erst durch das Urteil des Obersten Gerichtshofs 1967 und den Kampf von Martin Luther King entspannt wurde.
Obama stammt aus keinem besonders frommen Elternhaus, hat muslimische Lebensformen kennen gelernt, bekennt sich selbst aber ausschliesslich zum Christentum.
In seiner Anwalts- und Abgeordnetenzeit in Chicago lernte er seine selbstbewusste Ehefrau Michelle (geb. Robinson / leitende Angestellte in einem US-Krankenhaus | geb. 17.01.1964) kennen, mit der er zwei Töchter (Sasha und Malia) hat. Ehefrau Michelle gilt als warmherzig und spontan, ebenso wie herrisch und zornig. Die Harvard-Absolventin hatte – wie Laura Bush – bislang keine politischen Ambitionen erkennen lassen (Gegensatz zu Hillary Clinton). Michelle Obama ist in einfachen aber behüteten und geordneten Verhältnissen in Chicago mit ihrem Bruder Craig aufgewachsen und wird von „Barry“ als „Fels unserer Familie“ bezeichnet. Die „First Lady“ steht für Familienwerte und will sich nach entsprechenden Statements massgeblich im Hintergrund halten.
Der hochgewachsene, asketisch-sportlich wirkende Ex-Senator von Illinois und Washington erlebte in der eigenen Historie die Niederungen und Schattenseiten sowie den alltäglichen Rassismus in Amerika. Obama kennzeichnet starker Ehrgeiz und grosse Zielstrebigkeit, die mit dem amerikanischen Traum vom gesellschaftlichen Aufstieg tief verwurzelt sind. Sein näheres Umfeld bestätigt ihm einerseits Klugheit, Geradlinigkeit und Loyalität sowie andererseits Gemeinsinn, Unabhängigkeit und Erkenntnishunger.
Nach einer Phase der Selbstfindung studierte Obama an der Harvard-Universität Jura (Qualitätsabschluss). Nachfolgend wurde er Dozent für Verfassungsrecht an der Universität von Chicago und arbeitete im Anschluss in einer kleinen Kanzlei, die sich auf Bürgerrechte spezialisiert hatte.
Im Gegensatz zu anderen afroamerikanischen Politikern war Obama nicht in der Bürgerrechts- oder Schwarzenbewegung engagiert. Den bekennenden Raucher Obama kennzeichnet eine zielstrebige und detaillierte konzipierte Polit-Karriere, deren Weg auch politisch Radikale sowie ominöse Gestalten aus der Halbwelt begeleiteten.
Der politische Erfolg in Chicago wurde durch ein geschicktes und verbissenes Durchsetzungsvermögen in der Demokratischen Partei ermöglicht. Obama erreichte 52% aller abgegebenen Stimmen (= erste absolute Mehrheit seit 1976) und zugleich 349 Wahlmännerstimmen (Soll: 270) und wandte sich am 05.11.2008 vor über Hunderttausend US-Bürgern im „Grant Park“ in seiner Heimatstadt Chicago, erstmals als Präsidentschaftskandidat mit einer Rede an die Welt. Am 20.01.2009 wurde Obama zum 44. Präsidenten der USA vereidigt. (tw)
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