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05.09.

Nationalratswahl 2008 in Wien

Das österreichische Parlament

Parlament

 Am Sonntag, dem 28. September 2008, findet die Nationalratswahl 2008 statt.

Der Nationalrat

Der Nationalrat besteht aus 183 Mitgliedern, die vom Volk für eine Funktionsperiode von künftig fünf Jahren gewählt werden; wahlberechtigt sind alle Österreicherinnen und Österreicher, die das 16.Lebensjahr vollendet haben.

Die Hauptaufgabe des Nationalsrats ist die Gesetzgebung. Nicht minder wichtig ist die Kontrollfunktion des Nationalrats. Die Kontrolle ist eine Hauptaufgabe der parlamentarischen Opposition.

Der Nationalrat kann darüber hinaus in Entschließungen seine Wünsche an die Bundesregierung kundtun. Die Bundesregierung ist vom Vertrauen des Nationalrats abhängig: Würde er ihr das Misstrauen aussprechen, muss sie vom Bundespräsidenten entlassen werden. Wenn der Nationalrat Stellungnahmen zu Vorhaben im Rahmen der EU abgibt, sind die österreichischen Verträter/innen in den Organen der EU grundsätzlich an diese gebunden.

Der Bundesrat

Der Bundesrat hat derzeit 62 Mitglieder, die von den Landtagen der neun Bundesländer für die dauer der jeweiligen Landtags-Gesetzgebungsperiode je nach Größe maximal zwölf und mindestens drei Mitglieder in den Bundesrat.

Der Bundesrat ist zur Vertretung der Länderinteressen auf Bundesebene berufen und wirkt zu diesem Zweck an der Gesetzgebung des Bundes mit.

Auch die Mitglieder des Bundesrats haben das Recht, Anfragen an die Mitglieder der Bundesregierung zu richten. Außerdem können Entschließungen gefasst werden und auch in Angelegenheiten der EU kann der Bundesrat aktiv werden.

Das Parlamentsgebäude

Das Parlamentsgebäude an der Wiener Ringstraße hat im Laufe seiner mehr als hundertjährigen Geschichte verschiedene parlamentarische Körperschaften beherbergt.

Zunächts war es der Sitz des reichsrats, des Parlaments der österreichischen Reichshälfte der österreichisch-ungarischen Monarchie. Für dieses Parlament wurde das Gebäude in den Jahren 1874 bis 1884 nach Plänen des Architekten Theophil Hansen errichtet. Hansens architektonisches Konzept sollte an das antike Griechenland als "Wiege der Demokratie " erinnen. Den Baustil nennt man Historismus.

Seit dem Jahre 1920 - mit Ausnahme der Jahre 1934 bis 1945 - haben Nationalrat und Bundesrat, die Organe der Bundesgesetzgebung der Republik Österreich, im Parlamensgebäude ihren Sitz. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Parlamensgebäude durch Bombenangriffe schwer beschädigt, die bausubstanz etwa zur Hälfte zerstört. In den Jahren bis 1956 erfolgte der Wiederaufbau.


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